Zukunftsmarkt Pflege

Deutschland wird alt – mit zeitgemäßen Pflegeimmobilien dem demografischen Wandel begegnen

In den letzten rund 150 Jahren hat sich die Lebenserwartung der Deutschen mehr als verdoppelt. Galten die Menschen zu Bismarcks Zeiten schon mit Ende dreißig als „alt“ – 1871/1881 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Männer bei 35,6 und für Frauen bei 38,5 Jahren[1] –, erreicht sie heute neue Höchstwerte: 2025 betrug sie für Frauen 83,6 Jahre und für Männer 79,1 Jahre.[2]

Mit dem wachsenden Anteil hochbetagter Menschen steigt der Bedarf an Heim- und Pflegeplätzen rasant. Ende 2023 waren in Deutschland bereits knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig[3] – doppelt so viele wie noch zehn Jahre zuvor.[4] Zeit, den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Der Bestand veraltet – der Nachholbedarf als Chance

Viele Einrichtungen sind in die Jahre gekommen: Rund 29 Prozent der Pflegeheime sind älter als 40 Jahre.[5] Versäumte Modernisierungen treffen dabei auf eine ohnehin angespannte Lage – die Auslastung vollstationärer Plätze liegt bereits bei über 92 Prozent und bietet damit kaum noch Puffer.[6] Zusätzlich verschärfen neue landesrechtliche Vorgaben, etwa höhere Einzelzimmerquoten in Nordrhein-Westfalen, den Umbau- und Neubaubedarf.

Ein Alarmsignal – und die Antwort darauf

Die Prognosen sind eindeutig: Bis 2040 werden bundesweit rund 322.000 zusätzliche stationäre Pflegeplätze benötigt; der Neu- und Reinvestitionsbedarf beläuft sich auf 81 bis 125 Milliarden Euro.[7] Der Neubau kommt mit dieser Nachfrage bei Weitem nicht mehr Schritt. Besonders betroffen ist die Region vor unserer Haustür: Nordrhein-Westfalen weist mit rund 28.900 zusätzlich benötigten Plätzen bis 2040 den höchsten Bedarf aller Bundesländer auf.[8]

Auf Alarmsignale rechtzeitig reagieren

Der wachsende Überhang zwischen Nachfrage und Angebot eröffnet für Investoren attraktive Chancen: stabile Auslastung, langfristig planbare Erträge und ein solider Inflationsschutz machen Pflegeimmobilien zu einer zukunftssicheren Anlage – weitgehend unabhängig von Börsenkursen und Konjunktur. Steuerlich hat der Gesetzgeber den Rahmen zuletzt zusätzlich verbessert: Für begünstigte Wohn- und Pflegeimmobilien, die zwischen dem 1. Oktober 2023 und dem 30. September 2029 fertiggestellt oder erworben werden, ist im Rahmen des Wachstumschancengesetzes eine degressive AfA von 5 Prozent im ersten Jahr vorgesehen.[9] Wer heute in moderne, bedarfsgerechte Konzepte investiert, gestaltet den demografischen Wandel aktiv mit – statt ihm hinterherzulaufen.

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Die genannten steuerlichen Angaben sind allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung. Für Ihre konkrete Situation wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt (Destatis): Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland (Sterbetafel 2023/2025), 2026. destatis.de (abgerufen am 05.08.2026).
  2. Statistisches Bundesamt (Destatis): Lebenserwartung bei Geburt für Frauen und Männer im Jahr 2025 auf neue Höchstwerte gestiegen, Pressemitteilung, 2026. destatis.de (abgerufen am 05.08.2026).
  3. Statistisches Bundesamt (Destatis): Pflege – Pflegebedürftige in Deutschland (Stand Dezember 2023). destatis.de (abgerufen am 05.08.2026).
  4. Statista: Pflege in Deutschland – Zahlen und Statistiken, 2025. de.statista.com (abgerufen am 05.08.2026).
  5. bulwiengesa / portfolio institutionell: Nachfrage nach Pflegeimmobilien (Anteil der über 40 Jahre alten Pflegeheime). portfolio-institutionell.de (abgerufen am 05.08.2026).
  6. bulwiengesa / cureus: Studie zeigt massiven Pflegeplatzmangel bis 2040 (Auslastungsquote 92,3 %). cureus.de (abgerufen am 05.08.2026).
  7. HypZert (Fachgruppe Sozialimmobilien): Bewertung von Pflegeheimen, 6. Auflage, 2026 (322.000 zusätzliche Plätze; 81–125 Mrd. € Investitionsbedarf bis 2040), zit. n. altenheim.net. altenheim.net (abgerufen am 05.08.2026).
  8. Wüest Partner: Pflegeheim-Atlas 2025 (Zusatzbedarf NRW rund +28.900 Plätze bis 2040), zit. n. immobilienmanager.de. immobilienmanager.de (abgerufen am 05.08.2026).
  9. Wachstumschancengesetz, degressive AfA für begünstigte Wohn-/Pflegeimmobilien (Fertigstellung/Erwerb 01.10.2023–30.09.2029, 5 % im ersten Jahr). Bitte im Einzelfall steuerlich prüfen lassen.